Kooperation Schule und Kultur 2019/20

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Informationen

Bewerbungsfrist

31.03.2019

Kontakt

Stadt Karlsruhe Kulturamt – Kulturbüro
Karl-Friedrich-Straße 10
76133 Karlsruhe
Deutschland

Einführung
Kulturelle Bildung ist Teil einer umfassenden Grundbildung des
Menschen. Sie dient der Entfaltung individueller expressiver
Bedürfnisse und Interessen, der Tradierung kultureller und
musisch-ästhetischer Praktiken und ermöglicht die aktive
Beteiligung am kulturellen Leben. Von der UNESCO wird
kulturelle Bildung als ein Menschenrecht definiert, das dazu
befähigen soll, den eigenen kulturellen Interessen zu folgen,
künstlerisch-ästhetische Wahrnehmung zu entwickeln und
am kulturellen Leben teilzunehmen (vergleiche Weltkonferenz
Kulturelle Bildung in Lissabon im März 2006).

Ziele
Kinder und Jugendliche haben ein Recht auf kulturelle Bildung,
durch sie wachsen sie in ihre Rolle als Verantwortungsträger
für die Kultur von morgen hinein. All dem möchte das Projekt
„Kultur und Schule“ Rechnung tragen, indem es Kooperationen
zwischen Schulen und Kultureinrichtungen finanziell unterstützt.
Dem Kulturamt ist zudem an der Unterstützung einzelner
Künstlerinnen und Künstler gelegen. Kulturelle Bildung fördert
die Schlüsselkompetenzen von Kindern und Jugendlichen. Sie
schärft die Sinne und das Vertrauen in die eigene Kreativität
und Gestaltungsmöglichkeit, sie verhilft spielend zu Flexibilität,
sozialer Kompetenz und Kommunikationsfähigkeit.

Inhalt | Rahmenbedingungen | Qualitätskriterien
Allgemeine Kriterien

- Künstlerische Qualität
- Pädagogische Qualität
- Entwicklungsrelevanz: soziale Kompetenz, Stärkung des Selbstbewusstseins, Erschließung neuer Lebensräume
- Nachhaltigkeit
- Verbindlichkeit des Angebotes: Die Angebote finden von Montag bis Freitag in der Kernbetreuungszeit statt.
- Kontinuität: Die Projekte sind über ein Schulhalbjahr (18 Termine) oder über ein ganzes Schuljahr (36 Termine) fest in den Schulalltag integriert und finden vorzugsweise wöchentlich für eine oder zwei Schulstunde/n statt.
- Angemessene Kosten
- Einhaltung der Fürsorge- und Erziehungspflicht, um gem. § 1KiSchG das Wohl von Kindern und Jugendlichen zu schützen und ihre körperliche, geistige und seelische Entwicklung zu fördern.
- Inklusion, Integration, Geschlechtergerechtigkeit (Gender-Aspekte)

Schulen
Der Förderschwerpunkt liegt auf Projekten, die geeignet sind, nachhaltige, neue Impulse in die Schule zu tragen.
Die Angebote im Rahmen dieser Kooperationen sind kein Ersatz für Pflichtangebote der Schulen.
Die Angebote finden vorrangig an den Schulen statt. Besonders gefördert werden Kooperationen mit mehreren Schulen.
Räumliche und materielle Voraussetzungen werden von der Schule verlässlich bereitgestellt.
Die Aufsichtspflicht liegt bei der Schule, eine verantwortliche Lehrkraft wird genannt.

Finanzrahmen und Vergabeverfahren
Die Stadt Karlsruhe stellt pro Haushaltsjahr voraussichtlich 140.000 Euro für Kooperationsmaßnahmen zwischen Schulen und Kulturschaffenden zur Verfügung.

Antragsverfahren
Die Anträge können jedes Jahr ausschließlich im Zeitraum vom 1. März bis spätestens 31. März online mit dem eingestellten Antragsformular „Kultur“ unter dem Link: www.karlsruhe.de/kooperationen gestellt werden.
Schriftlich eingehende Anträge werden nicht berücksichtigt! Eine konkrete Projektbeschreibung mit Darstellung der künstlerischen und pädagogischen Qualität der Arbeit ist beizufügen.

Die Anträge können nur von Kooperationspartnerschaften gestellt werden, die aus Kulturschaffendem/Kultureinrichtung und einer Schule bestehen.

Schulen und Kulturschaffende können jeweils maximal zwei Anträge, Kultureinrichtungen maximal drei Anträge einreichen. Weitere Anträge werden nicht berücksichtigt!

Wird der Antrag bewilligt, verschickt das Kulturbüro eine Kooperationsvereinbarung. Diese muss von dem Tandem unterschrieben werden: Zum einen von der/dem Kulturschaffenden/Kultureinrichtung, zum anderen von der Schulleitung.

Der/die Kulturschaffende/Kultureinrichtung erstellt einen
Kostenplan. Darin enthalten sind:
- Dauer einer Einheit in Unterrichtsstunden und Häufigkeit
- Honorar pro Unterrichtsstunde (maximal 35 Euro)
- Kosten für Sachmittel (Verbrauchsmaterial)
- Honorar für Vor- und Nachbereitung des Gesamtprojektes
- Einnahmen aus Dritt- und Eigenmitteln

Vergabeverfahren
Über die Anträge und die Zuschusshöhe entscheidet eine Fachjury unter Leitung des Kulturbüros.

Es besteht kein Anspruch auf Förderung.

In der Regel erfolgt eine Förderung in maximal zwei aufeinander folgenden Schuljahren. Folgeanträge müssen immer besonders begründet werden.

Im Sinne der Nachhaltigkeit ist eine Förderung auch im dritten Jahr möglich, wenn die Finanzierung des Projektes zu 50 Prozent aus Drittmitteln gesichert ist und eine besondere Begründung (Darstellung des Projektverlaufs) durch die Schule vorliegt.

Berücksichtigt werden vorrangig Projekte, welche die Schule aufgrund ihrer besonderen inhaltlichen Impulse eigenverantwortlich weiterführen möchte.

Die Auszahlung durch das Kulturbüro erfolgt in zwei Raten zu Beginn des Schulhalbjahres an die Kulturschaffenden nach Vorlage der unterschriebenen Kooperationsvereinbarung. Die Allgemeinen Nebenbestimmungen für Projektförderung des Kulturbüros sind Bestandteil der Bewilligung.

Priorität haben verbindliche, in den Schulalltag integrierte Projekte, die ohne die Finanzierung durch die Stadt nicht möglich wären.

Abschluss
Sollte das Projekt aus irgendeinem Grund wesentlich verändert werden oder nicht stattfinden, sind die beiden Akteure verpflichtet, das Kulturbüro unverzüglich darüber zu informieren! Falls das Projekt nicht wie beantragt realisiert wird, kann das Kulturbüro den Zuschuss ganz oder teilweise zurückfordern.

Nach Beendigung des Projektes ist ein Verwendungsnachweis vorzulegen. (Vordruck zum Herunterladen unter Stichwort „Projektförderung“: www.karlsruhe.de/b1/kultur/kulturfoerderung/foerderrichtlinien).

Über die Vergabe der Mittel wird der Kulturausschuss jährlich informiert.

© Stadt Karlsruhe | Layout: Streeck | Druck: Rathausdruckerei, Recyclingpapier | Stand: Januar 2018

 

Kontakt:
Manuela Kraski
Telefon: 0721 133-4072
E-Mail: manuela.kraski@kultur.karlsruhe.de
Christine Selensky
Telefon: 0152 53133667
E-Mail: kultur.schule@kultur.karlsruhe.de