Karlsruhe - kreativer Hotspot im Südwesten

Die Kultur- und Kreativwirtschaft birgt großes Potenzial für den Wirtschafts- und Kreativstandort Karlsruhe. Die positive Entwicklung wird mehr und mehr auch durch überregionale Studien und Auszeichnungen bestätigt. So platzierte sich die Fächerstadt in der zweiten Ausgabe des internationalen Städtevergleichs „Kultur und Kreativität“ von der Europäischen Kommission in der  Kategorie der Städte mit bis zu 500.000 Einwohnenden erneut auf dem zweiten Platz. Seit Ende 2019 darf sich Karlsruhe zudem UNESCO Creative City of Media Arts nennen und das als erste deutsche Stadt überhaupt.

In Baden-Württemberg sind rund 220.000 Menschen in der Kultur- und Kreativwirtschaft erwerbstätig und erwirtschaften einen Umsatz vom über 22 Milliarden Euro. Damit gilt dieser Wirtschaftszweig als eine der beschäftigungsstärksten Branchen überhaupt. Bundesweit sind 3,6% in der Kultur- und Kreativwirtschaft beschäftigt, Karlsruhe ist mit einem Anteil von 6,3% und fast 15.000 Erwerbstätigen ein Zentrum der Kultur- und Kreativwirtschaft im Südwesten. Jedes 10. Unternehmen gehört zu diesem Sektor.

Karlsruhe gilt als idealer Nährboden für neue Talente, neue Ideen und neue Geschäftsmodelle. Viele der derzeit rund 43.000 Studierenden an den zehn Hochschulen sind in kreativaffinen Studiengängen eingeschrieben. Den hier ausgebildeten kreativen Köpfen sollen möglichst gute Rahmenbedingungen zur beruflichen Entwicklung gegeben werden. Gerade jungen Unternehmen bietet die Region ausgezeichnete Bedingungen, bescheinigt die Studie des Fraunhofer ISI „Potenzialanalyse Kreativpark Karlsruhe“: Die Stärken der Stadt liegen auf den technologienahen Feldern der Kreativwirtschaft. Insbesondere die Schnittstelle zwischen Technologie, Design, Kunst, Forschung und Wissenschaft birgt Potentiale für Innovationen.

Karlsruhe verfügt darüber hinaus über eine sehr lebendige und vielfältige kulturelle Szene, die einen wesentlichen Anteil am besonderen Charakter des Kreativstandorts hat. Besucherstarke Messen wie die „art Karlsruhe“ und die „LOFT - Das Designkaufhaus" aber auch bedeutende Institutionen wie das Zentrum für Kunst und Medientechnologie (ZKM) stärken auch überregional das Image der Stadt als Kultur- und Kreativstandort. Als erster Ansprechpartner für die etablierte Unternehmen aber auch für Kreative, die mit ihrer neuen Geschäftsidee am Standort Karlsruhe durchstarten wollen, fungiert das K³ Kultur- und Kreativwirtschaftsbüro der Stadt.
 

Imagebild karlsruhe@digital, Foto: ONUK

Karlsruhe digital, Foto: ONUK

 

Kreativpark Alter Schlachthof

Im Rahmen des Masterplans wurde der Kreativpark Alter Schlachthof, ein sieben Hektar großes Quartier für die Kultur- und Kreativwirtschaft in Karlsruhe geschaffen. In einem inspirierenden Umfeld arbeiten mittlerweile 1.600 kreative Köpfe in neuen, zukunftsträchtigen Arbeitsfeldern. Auf dem Schlachthof ist auch das Perfekt Futur, ein Zentrum für Gründerinnen und Gründer aus der Kultur- und Kreativwirtschaft angesiedelt. In der ehemaligen Schweinemarkthalle stehen heute 68 Seefrachtcontainer über- und nebeneinander gestapelt. In unmittelbarer Nachbarschaft zum Perfekt Futur eröffnete im April 2019 das rund 3.300 qm große FUX - Festigungs- und Expansionszentrum, um jungen Unternehmen aus den Kreativbranchen, die aus dem Gründerzentrum herauswachsen, eine Entwicklungsperspektive auf dem Gelände zu bieten. Dort hat auch das K³ Kultur- und Kreativwirtschaftsbüros vom Kulturbüro des Kulturamtes und der Wirtschaftsförderung seine Geschäftsstelle. Zu seinen Aufgaben gehören kostenfreie Beratungen, Kongressen, Workshops sowie der Aufbau und die Stärkung der Netzwerke in der Kultur- und Kreativwirtschaft.

Alter Schlachthof Karlsruhe, Foto: karlsruherfächer
  • Alter Schlachthof Karlsruhe, Foto: karlsruherfächer
  • Alter Schlachthof Karlsruhe, Foto: karlsruherfächer
  • Alter Schlachthof Karlsruhe, Foto: karlsruherfächer
  • FUX Festigungs- und Expansionszentrum, Foto: LR Architekten
  • FLOW Kreativraum, Foto: www.thelivingeye.com
  • Perfekt Futur, Foto: Matthias Kapica

Karlsruhe als UNESCO creative city of media art – Karlsruhe ist Medienkunst

Karlsruhe wurde Ende Oktober 2019 in das weltweite UNESCO Creative Cities Network aufgenommen – als erste deutsche Stadt in der Kategorie Medienkunst. Die von der UNESCO ausgewählten Mitglieder des Netzwerks haben Kultur und Kreativität als entscheidenden Teil ihrer eigenen Identität und eine der zentralen Stützen einer nachhaltigen Zukunftsstrategie erkannt. Im Rahmen des Bewerbungsprozesses haben rund 40 Institutionen aus Kultur, Kreativwirtschaft, Forschung, Wissenschaft und der digitalen Open-Source-Szene sowie städtische Gesellschaften und Dienststellen ihre Kräfte gebündelt, auch das K³-Büro ist Partner dieser Community. Der Aktionsplan sieht vor, die Stadt­ent­wick­lung durch Kultur- und Kreativ­wirt­schaft weiter voran­zutreiben, indem wei­tere Arbeits­räume für Kultur-, Kreativ- und Medien­schaf­fen­de auf dem Kreativ­park Alter Schlacht­hof gebaut werden und die Be­treu­ung und Beratung durch das städtische K³ Kultur- und Krea­tiv­wirt­schafts­büro entspre­chend erweitert wird.

Karlsruhe als Unesco Creative City of Media Art